Volker Schaffrath stellt sich vor
Volker Schaffrath stellt sich vor

Aus der Arbeit eines Bestatters

Beobachtungen, Gefühle, Gedanken

Jeder Mensch geht anders mit dem Tod um. Für manche Menschen gehört der Tod zum Beruf. Meine Erfahrungen als Bestatter möchte ich mit Ihnen teilen – und zum Gespräch einladen.

Das Leben kehrt mit Energie zurück und der Tod macht mal Pause

Donnerstag, den 16.03.2017

Heute hatte ich Gelegenheit sowohl einen Buntspecht, als auch einen Grünspecht bei der Futtersuche zu beobachten. Mit unglaublicher Energie wurde da in den Stamm, bzw. in den den Boden gehackt. Der Hund eines Bekannten brauchte 3,5 Stunden Auslauf im Wald. Die Kinder in der Schule halten auch nicht viel vom Stillsitzen. Das Leben entaltet gerade eine mächtige Dynamik. Und der Tod - ja der scheint gerade Pause zu machen. Die Mitarbeiter im Krematorium schieben eine ruhige Kugel. Als Bestatter kann man da auch mal die Füße hochlegen. Wer weiß wie lange.

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Mit neuen Augen

Wenn im Betrieb ein neuer Mensch auftaucht – in diesem Falle eine junge Praktikantin – dann kann es passieren, dass man selber manches mit neuen Augen sieht. Ich selber habe nun mehrere hundert Verstorbene gesehen. Mir ist der Anblick eines Toten zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Aber ich war auch immer schon unbefangen gegenüber Toten gewesen. Nun – die junge Praktikantin war zwar interessiert, aber hatte gleichzeitig einen gehörigen Respekt vor dem, was sie erwarten könnte. Ich war von daher sehr froh, dass die erste Verstorbene, die sie sehen sollte, bereits aufgebahrt war. Still und friedlich lag sie mit gefalteten Händen da. Und diese friedvolle Stimmung war auch im ganzen Raum spürbar. Ich wies die Praktikantin darauf hin, das im Antliz noch ein seelischer Hauch, ein seelischer Glanz wahrzunehmen sei. Prompt kam die Frage, wie das sein könne. Wo doch der Mensch tot sei. Gute Frage. Was sollte ich darauf antworten. Ich meinte dann, dass die Gesetzmäßigkeit der Materie und die Gesetzmäßigkeit des Lebens, die bei lebenden Menschen ineinandergreifen, sich im Tode nicht sofort von einander lösen. Und man könne sogar dieses Voneinander-Lösen am Leichnam sogar beobachten. Letzteres schilderte ich dann noch detaillierter. Tatsächlich wurde das Interesse dadurch angeregt und im Folgenden die Leichname, die wir zu bestatten hatten, sehr genau angeschaut.

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Und was sag` ich dann ....?

Auf die Frage, wie man als Bestatter mit den Angehörigen sprechen sollte, meinte ich: Ich wäre sehr erleichtert gewesen, als ich feststellte, dass man sich ganz normal verhalten und geben sollte. Es ist ein bischen so, wie im Film „Ziemlich beste Freunde“

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Tanz für eine Seele

Eine Trauerfeier hat inhaltliche Elemente und künstlerische Elemente.

Künsterlische Elemente dienen zur Einstimmung, wie zum Vertiefen einer Stimmung. 

Ein Seelen-Totentanz kann in seiner wunderschönen Erscheinung in besonderer Weise die Seele anrühren. 

https://youtu.be/tUKOL9uGRQs

 

 

 

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