Volker Schaffrath stellt sich vor
Volker Schaffrath stellt sich vor

Aus der Arbeit eines Bestatters

Beobachtungen, Gefühle, Gedanken

Jeder Mensch geht anders mit dem Tod um. Für manche Menschen gehört der Tod zum Beruf. Meine Erfahrungen als Bestatter möchte ich mit Ihnen teilen – und zum Gespräch einladen.

Interview zum Vortrag

Am 20. April 2018 um 20 Uhr hält der Bestatter Volker Schaffrath im Freien Musikzentrum Feuerbach einen Vortrag über die Ehe.

Thomas Petersen hat ihn dazu interviewt.

 

Thomas Petersen: Herr Schaffrath, wie kommt es, dass Sie als Bestatter über die Ehe sprechen?

Volker Schaffrath: Nun, von Haus aus bin ich Theologe und hatte in meiner Jugend durchaus vor, Pfarrer zu werden. Dementsprechend haben mich auch alle Themen, die in den Bereich eines Pfarrers fallen, interessiert. Und das Interesse für die Ehe war eigentlich immer präsent. Als ich dann nach einigen Umwegen Bestatter wurde, habe ich ja auch von Anfang an Trauerreden gehalten. Und in den Gesprächen zu den Trauerreden habe ich auch gerne gefragt, was der erste Eindruck war und wie man als Paar zusammenkam. Und allmählich hat sich mir dann ergeben, dass eine Ehe des 20sten Jahrhunderts etwas ganz anderes war, als in den Zeiten davor.

T.P: Können Sie das etwas genauer darstellen?

VS: Grob kann man sagen, dass davor von einer ALTEN Form der Liebe zu sprechen wäre und ab dem zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts von einer NEUEN Form der Liebe zu sprechen ist. Diese neue Form der Liebe ist erstens nur wirksam, wenn man sich tatsächlich um sie bemüht, während die alte Form der Liebe auch noch durchaus von selbst da war. Und zweitens ist die neue Form der Liebe viel schwieriger, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass sehr viele Ehen eben scheitern.

T.P.: Herr Schaffrath, sind Sie verheiratet?

V.S.:Ja, das erste Mal - eigenwillig und durchaus glücklich.

TP: Würden Sie sagen, dass die Ehe noch eine Zukunft hat?

V.S.: Auf jeden Fall. Im Grunde hat im 20. Jahrhundert das erst begonnen, was man eine "echte Ehe" nennen könnte.

T.P.: Sie sagen, dass der Vortrag sowohl für gemischte Paare - also Mann und Frau - wie auch für gleichgeschlechtliche Paare - also Mann und Mann, wie Frau und Frau - geeignet sei. Warum?

V.S.: Nun, das hohe Ideal der Liebe stellt sich für Mann und Frau von seinem gedanklichen Aspekt zunächst einmal gleich dar. In der Liebe ist man weder Mann noch Frau, sondern vor allem Mensch. Deswegen kann die Grundthematik durchaus für die gleichgeschlechtlichen wie gemischten Paare auch gleichermaßen dargestellt werden. Anders würde sich die Sache darstellen, wenn man die Dynamik innerhalb eines Paares darstellen würde. Dann unterscheiden sich Mann und Frau natürlich erheblich. Aber es ist wie mit dem Denken. Die Logik ist bei Mann und Frau dieselbe. Aber Mann und Frau neigen dazu, anders an sie heranzugehen.

T.P.: Was wird man von Ihrem Vortrag erwarten dürfen?

V.S.: Ich werde zunächst versuchen, die Idee der Liebe in ihrer neuen Form zu skizzieren. Dann aber mündet es durchaus in praktische Ratschläge ein, die einerseits in der Praxis sich bewährt haben und die andererseits aber auch ganz aus dem Ideal der Liebe ableitbar sind.

Ein zweiter Teil wird dann durch den Schauspieler Gerald Friese bestritten, der das Thema mit einer heiteren, kurzweiligen Literatur-Performance von einer humoristischen Seite anpacken wird.

T.P.: Herr Schaffrath, ein Vortrag kann ja nur ein Anfang sein. Wenn ein Paar um seine Ehe und Partnerschaft ringt, reicht ein Vortrag sicherlich nicht. Wären Sie auch bereit, Beratung oder Seminare durchzuführen?

V.S.: Natürlich, bei Bedarf sehr gern!

T.P.: Ich danke Ihnen für das Gespräch!

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Tanz für eine Seele

Eine Trauerfeier hat inhaltliche Elemente und künstlerische Elemente.

Künsterlische Elemente dienen zur Einstimmung, wie zum Vertiefen einer Stimmung. 

Ein Seelen-Totentanz kann in seiner wunderschönen Erscheinung in besonderer Weise die Seele anrühren. 

https://youtu.be/tUKOL9uGRQs

 

 

 

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